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Casimir Ulrich Boehlendorff ArtikelCasimir Ulrich Karl Boehlendorff (* Frühling 1771 in Mitau (Kurland); † 10.04 1825 in Markgrafen (Kurland)) war ein Schriftsteller, Dichter und Historiker.
In den Jahren 1797 bis 1799
war er als Hauslehrer bei Berner Familien tätig und schrieb danach eine Geschichte der
Helvetischen Revolution. Mit Friedrich Hölderlin sowie mit anderen Dichtern und Philosophen war er gut befreundet. Aber trotz vieler Versuche und Hilfen gelang es Boehlendorff nicht, gesellschaftlich Fuß zu fassen, wozu auch das negative Urteil von Schiller und Goethe gegen ihn beigetragen haben dürfte. Seit 1804 bis zu seinem Selbstmord führte Boehlendorff ein unstetes Leben, das an Lenz erinnert.
Boehlendorff verfaßte mehrere Theaterstücke und Gedichte. In neuerer Zeit hat ihm Johannes Bobrowski
ein literarisches Denkmal mit der Erzählung "Boehlendorff" gesetzt.
Buch-Tipp: Boehlendorff und andere Eine Beschreibung zum Buch " Boehlendorff und andere" finden Sie auf der Seite des Buchhändlers. Um dorthin zu gelangen klicken Sie bitte auf den Link oberhalb von diesem Text. Sie werden automatisch zu diesem Buchtitel weiter geleitet. |
- Casimir Ulrich Boehlendorff: Werke in drei Bänden, Stroemfeld Verlag, Frankfurt am Main 2000, ISBN 3-87877-619-5
- Casimir Ulrich Boehlendorff: Geschichte der Helvetischen Revoluzion, hrsg. von Klaus Pezold, Paul Haupt Verlag, Bern 1997, ISBN 3-258-05728-1
Buch-Tipp: Boehlendorff und andere. Erzählungen Die Beschreibung für das Buch " Boehlendorff und andere. Erzählungen" fehlt leider. Weitere informatione finden Sie auf der Seite des Buchhändlers. Klicken Sie dafür auf den Link über diesem Text. Die Seite des Händlers öffnet sich in neuem Fenster. |
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- Ungestilltes Sehnen
- Soll ich stets weiter wandern,
- Selten rasten, nimmer ruhn?
- Ach! Da komm ich ca. zu Andern,
- Aber nimmer zu den Meinen;
- Weiß von Keinen,
- Die mit Lust mir Liebes thun.
- Zieht der Schwan in goldnen Kreisen
- Durch die fernen Himmelshöh'n
- Denk ich: Könnt ich mit Dir reisen!
- Liebend findest Du die Lieben;
- Mich in dem trüben
- Nebel will kein Herz verstehn!
- Heimath ist mir längst entschwunden,
- Lieb' und Frieden sucht mein Herz, -
- Hat sie nimmer doch gefunden;
- Ach! Es sucht bis zu dem Ermüden
- Lieb' und Frieden! -
- Werd' nicht müd', mein armes Herz!
- An Raison
- So wie dem Mann, der nah dem Klippenstrande,
- Vom Sturm umtost und von des Meeres Wut,
- Im Schatten sinnend eines Haines ruht,
- Umgrenzt von des Geschickes strengem Bande –
- Er sieht die Wolken ziehn nach jenem Lande,
- Dahin sein Sehnen leise Wünsche tut,
- Wo seiner schönern Tage Jugendglut
- Entlodert winkt mit neuerhelltem Brande:
- O bringe mir den holden Morgen wieder,
- Der alten, frommen Freundschaft süßes Glück,
- O bringe mir das Kindliche zurück.
- So naht auch mir der Geist der alten Lieder,
- Und über Berge, Täler, Meer und Flut
- Träum ich den Hafen, wo die Welle ruht.
- Der Kahn
- Fahre, fahre, mein Nachen,
- Auf der zürnenden Woge hin!
- Nach viel Nächten und Tagen
- Hab' ich mich durch die Brandung geschlagen,
- Ist wohl kühler und heller mein Sinn.
- Warf meinen Kranz in die Fluthen,
- Ach! Mein letztes theuerstes Gut,
- Welk von den dorrenden Gluten!
- Fernab ist's, wo am Gestade wir ruhten -
- Ach, nicht mehr dem Herzen genug!
- Laß dich nicht irren ' was Trübes! -
- Drüben das lockende grüne Gezelt:
- Da giebt es ' was Gutes und Liebes.
- Frisch mit den Rudern! Raschen Getriebes
- Aus der alten zur neuen Welt!
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